Laserkampf auf dem Acker

Roboter schießen mit Laserstrahlen auf dem Feld um sich. Angriffziel der Roboter sind unerwünschte Gewächse. Jeder ausgesendete Laserpuls schädigt ein Unkraut. Was nach Star Wars auf dem Feld klingt, könnte der Agrarwirtschaft zu reicheren und gesünderen Ernteerträgen verhelfen. (Bildnachweis: pixabay.com)
Dr. Julio Pastrana und Tim Wigbels vom Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn entwickeln den neuartigen Roboter. Die erforderliche Software zur Bildinterpretation existiert bereits. Sie ist notwendig, damit das System unerwünschte Pflanzen im Beet erkennt. Während der Roboter durch die Felder fährt, überwacht er seine Umgebung über eine Kamera.

Tim Wigbels (links) und Dr. Julio Pastrana (rechts) mit ihrer Software, die automatisch Unkräuter erkennt und detektiert, wie der Laser die Blätter der Pflanzen schädigen kann. © Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Identifiziert das System ein Unkraut, aktiviert der Roboter den Laser und beschießt die Pflanze mit einem kurzen und relativ schwachen Puls. Die getroffene Pflanze wird in ihrer Vitalität geschwächt, wie Pastrana erklärt. „Damit könnte absehbar die Menge an auf den Feldern ausgebrachten Herbiziden drastisch verringert und die Umwelt geschont werden“, ergänzt Wigbels.

Pastrana und Wigbels arbeiten derzeit an einen ersten Prototyp. Außerdem wollen sie ihr Start-up „Escarda Technologies“ vorantreiben.

Quelle: Universität Bonn

 

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